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Mina grün

auf meinem Veg nach Utopia

Monat

Juni 2015

Frisch aus der Tonne!

Mülltauchen, dumpstern, containern, Lebensmittel retten, … es gibt viele Begriffe dafür. Jedenfalls ist es ein Hobby, das ich vor etwa anderthalb Jahren für mich entdeckt habe. 😀 Am letzten Samstag habe ich mal wieder einen Superfund gelandet und ein bisschen dokumentiert. In den nächsten Blogartikeln werde ich berichten, was ich daraus an Leckereien zubereitet habe…

Meine Beute :-)
Meine Beute! (Übrigens nur ein kleiner Teil der geretteten Bananen…)

Einerseits freue ich mich immer riesig, wenn ich so tolle Sachen finde, aber andererseits macht es mich auch traurig und wütend, wenn ich sehe wie viele gute Dinge weggeschmissen werden… Ich kann sogar an der Tonne wählerisch sein und nur „die besten“ Sachen nehmen. Verdammt! Hier in Deutschland leben wir in so extremem Überfluss und an anderen Orten auf unserem Planeten sterben Menschen an Hunger! 😦

Aber ich versuche mir stets meine positive und optimistische Grundhaltung zu bewahren und bin zum Beispiel auch richtig begeistert von foodsharing, was ja in relativ kurzer Zeit schon so eine große Sache geworden ist und stetig wächst! 🙂

Zu den Themen Lebensmittelverschwendung und Welternährung sind folgende Filme von Valentin Thurn (Mitbegründer von Foodsharing) eigentlich Pflichtprogramm für jeden verantwortungsbewussten Menschen: „Taste the Waste“, „die Essensretter“ und „10 Milliarden“! 🙂

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auf meinem Veg (Teil 1)

Hallo du!

Heute möchte ich mal erzählen, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass ich mich rein pflanzlich ernähre und versuche mit meinem Lebensstil möglichst wenig Leid und Schaden auf unserem Planeten anzurichten. Den Begriff „vegan“ nehme ich eher ungern in den Mund. Denn das führt wieder nur zu Spaltung in „vegan“ und „nicht-vegan“, wie in „gute“ und „schlechte Menschen“, „Christen“ und „Muslime“, „Schwarze“ und „Weiße“… darüber vergessen wir, dass wir im Grunde alle gleich sind: Menschen. Fühlende Lebewesen. Erdlinge. 🙂

Veganismus ist ein Thema, was ich im Alltag so nur sehr selten zur Sprache gebracht habe und bringe. Schnell decken Gespräche über Ernährung starke Meinungsverschiedenheiten auf und führen zu verhärteten Fronten. Dabei liegt es mir eigentlich sehr am Herzen, meine Geschichte mit anderen Menschen zu teilen. Aber es ist nicht leicht.

Ich überlege gerade wo meine Geschichte wohl begonnen hat. Ich war 16 Jahre alt, als ich entschieden habe keine Tiere mehr zu essen. Aber es sind danach noch viele Jahre vergangen, bis ich mir bewusster über die ganze Thematik geworden bin und schließlich auch allen anderen tierischen Produkten entsagt habe.

Ich erinnere mich daran, dass ich im Januar 2013 zwei Menschen begegnet bin, die für sich entschieden hatten vegan zu leben. Ich glaube, dass es für mich schon früher ein Thema gewesen ist, was ich in mir bewegt habe, aber durch diese Begegnungen ist es greifbarer geworden. Ich hatte schon einige Zeit davor Milch durch verschiedene „Pflanzendrinks“ ersetzt, benutzte Margarine statt Butter und verzehrte Eier eigentlich nur noch selten und wenn, dann in Gebäck. Aber Joghurt und Käse waren meine „Laster“ (wenn auch in Bio-Qualität), wenn ich das so sagen darf. 😀 Jedenfalls versuchte ich ab dem Zeitpunkt, möglichst viele vegane Tage in mein Leben einzubauen. Aber es war gar nicht leicht. Rückblickend kann ich es mir gar nicht mehr vorstellen, was es mir damals so schwierig gemacht hat.

Es gibt ja unzählige Dokus und youtube-Videos zum Thema, von denen ich viele gesehen habe, aber der Kurzfilm vom VEBU „Das Klagen der Kühe“ war für mich der Auslöser. Ich weiß noch, wie ich allein vor dem Laptop saß, unsäglich traurig war und geheult habe, angesichts der ganzen Grausamkeit, der Kaltherzigkeit und des Leids. Plötzlich ist mir alles noch einmal im ganzen Maße bewusst geworden. Das war am 26. Mai 2013. Der Tag an dem ich entschieden habe, dass ich das alles nicht mehr mit meinem Geld unterstützen möchte.

Seitdem hat sich vieles in meinem Leben verändert und verändert sich stetig. Zum Positiven wohlgemerkt! Mittlerweile habe ich schon einige Menschen in meinem Umfeld, die auf tierische Produkte weitestgehend verzichten und es freut mich so sehr, dass es immer mehr werden! Es ist mir wichtig, meine Gedanken auf die guten Dinge zu richten und nicht darin zu verharren, mich über die Sachen zu grämen, die schlecht und schief laufen auf diesem Planeten. Alles ist in fortlaufendem Prozess, im Großen wie im Kleinen. Der Veg ist das Ziel! 🙂

Hier ein Bild, was ich im Sommer 2012 in Estland aufgenommen habe. Ich finde es irgendwie ganz passend zum Abschluss dieses Artikels.

 

 

saftiger Möhren-Kokos-Kuchen

So, jetzt darf auch nochmal ein Rezept kommen! Inspiriert von dem Möhrenkuchen von Semper Veganis. Er ist wirklich köstlich geworden und mein erster Rührteig-Kuchen ohne Zugabe von Öl/Margarine. Ich sag nur: Apfelmark macht’s! Der Kuchen hat eine wirklich gute Konsistenz, sehr saftig, aber nicht klebrig. Ich bin echt begeistert! 🙂

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Zutaten (für eine kleine Kastenform):

1 Tasse geraspelte Möhren
½ Tasse Apfelmark
½ Tasse Wasser
1 EL geschrotete Leinsamen
½ Tasse Kokosraspel
⅓ Tasse Rohrohrzucker (oder anderes Süßungsmittel)
1 Päckchen Vanillezucker
1⅓ Tassen Dinkelvollkornmehl
2 TL Backpulver
1 TL Natron
optional: 1 EL geriebener Ingwer

Mengenangabe: Die Tasse, die ich als Maß verwendet habe, hatte ein Fassungsvermögen von etwa 300ml.

Zunächst Möhren, Apfelmark, Wasser, Leinsamen, Kokosraspel, Rohrohrzucker, Vanillezucker und Ingwer in einer Rührschüssel mischen. Dann Mehl, Backpulver und Natron dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. In die Backform füllen und bei 175°C (vorgeheizt) für ca. 30 Minuten backen. Stäbchenprobe, ob der Kuchen durch ist.

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Stillstand?

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich diesen Blog gestartet und irgendwie bin ich gerade ein bisschen am stagnieren. An Ideen für mögliche Artikel mangelt es mir nicht, aber irgendwie halte ich mich selbst zurück und schiebe die Dinge auf. Außerdem bin ich gerade ein bisschen am Straucheln, denn ich weiß gar nicht (mehr) so genau, was ich mit diesem Blog eigentlich bezwecken möchte. Oder vermutlich weiß ich es insgeheim, aber tue mich schwer mit der Umsetzung… Denn eines kann ich definitiv festhalten: Ich möchte hier nicht nur Rezepte posten (auch wenn mir das auf jeden Fall viel Spaß macht)!

Hmmm. Es ist so, dass sich dieses Gefühl von Stillstand nicht nur aufs Bloggen bezieht, sondern auch auf andere Bereiche meines Lebens. Einerseits spüre ich, dass sich zur Zeit sehr viel in meinem Leben bewegt und im Wandel ist, aber andererseits habe ich oft noch zu viel Angst (?) davor, einfach loszugehen und meinem Herzen zu folgen. Ich verlaufe mich lieber in Tagträumen… Trotzdem merke ich, dass es in kleinen Schritten voran geht und ich ganz und gar nicht still stehe (auch wenn es sich manchmal so anfühlt). Es waren und sind viele verschiedene Ereignisse und Erfahrungen, die mich genau hierhin gebracht haben, wo ich gerade bin. Irgendwie hängt alles miteinander zusammen und kam und kommt immer zum richtigen Zeitpunkt.

Vielleicht fange ich einfach mal an chronologisch zu beschreiben, welcher Weg mich hierhin geführt hat. Einfach mal all das ein bisschen aufarbeiten, für mich selbst und für dich, der/die du das hier gerade liest. Ich glaube, ich werde mich da Schritt für Schritt voran tasten. Aber an dieser Stelle soll es erstmal reichen. Bald mehr!

Alles Liebe. ♥

 

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