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Mina grün

auf meinem Veg nach Utopia

Monat

Juli 2015

rohköstliches Sushi

Blumenkohl war bisher eher nicht so mein Ding, aber seit ich heute zum ersten Mal rohköstliches Sushi selbst gemacht habe, nämlich mit „Blumenkohlreis“, bin ich ganz begeistert von diesem Gemüse! 🙂 Inspiriert hat mich das Rezept von LifeJunkies, den „Reis“ habe ich aber etwas nach meinem Geschmack abgewandelt.

Füllung für zwei Noriblätter:

½ Blumenkohl (im Mixer oder in der Küchenmaschine „reisartig“ gehäckselt)
etwas Zitronensaft
1 EL gemahlene/geschrotete Leinsamen (ich benutze immer „Goldleinsamen“, die sind nicht so dunkel)
½ TL Senf

fein geschnittene Gemüsesticks (z.B. Gurke, Paprika, Möhren, Avocado, …)

Die Blumenkohlhäcksel mit Zitronensaft, Leinsamschrot und Senf mischen und gut durchrühren oder kneten. Dann für etwa 10 Minuten stehen lassen, damit die Leinsamen in Ruhe ihre Wirkung entfalten können und alles zu einer klebrigen Pampe verbingen: fertig ist der rohköstliche Sushireis! 😀 Dann einfach die Noriblätter mit „Reis“ und Gemüse füllen, aufschneiden und genießen. Guten Appetit! 🙂

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Möhren milchsauer einlegen

Im Dezember letzten Jahres habe ich mich zum ersten Mal mit der Fermentation (auch bekannt als Milchsäuregärung) von Gemüse beschäftigt und seit dem verschiedenes ausprobiert. Das in Deutschland bekannteste milchsauer eingelegte Gemüse ist Weißkohl, also Sauerkraut. Aber wenn man es im Laden kauft, ist es in der Regel pasteurisiert und enthält bei weitem nicht mehr so viele Vitamine und wertvolle Nährstoffe wie selbst zubereitetes und roh verzehrtes Sauerkraut.

Weniger bekannt ist hierzulande, dass auch viele andere Gemüsesorten milchsauer eingelegt werden können und diese Produkte muss man sich zwangsweise 😉 selbst zu bereiten, da sie im normalen (Bio-)Supermarkt gar nicht erhältlich sind. Der Geschmack von fermentiertem Gemüse bringt Abwechslung in die Küche, ich mische es mir z.B. gerne mit in den Salat. Durch die Fermentation ist das Gemüse leichter verdaulich und reich an guten Mikroorganismen, die die Darmflora positiv beeinflussen. Außerdem können große Mengen an Gemüse mit relativ wenig Arbeitsaufwand für eine lange Zeit haltbar gemacht werden. Es gibt online zahlreiche Tipps und Rezepte zur Fermentation von Gemüse zu finden. Man kann aber auch einfach selbst ein bisschen rumprobieren (verschiedenes Gemüse, unterschiedlicher Salzanteil, Starterkulturen, …), denn wirklich falsch machen kann man eigentlich nichts. 🙂

Ich habe für mich vor einigen Monaten fermentierte Möhren entdeckt und werde euch hier eine Zubereitungs-Methode beschreiben, die sich für mich bewährt hat. Inspiriert haben mich folgende Artikel: „Fermented Carrots“ und „Fermented Ginger Carrots„. Am liebsten raspele ich die Möhren, aber es ist genauso gut möglich, sie für die Fermentation in feine Scheiben oder Sticks zu schneiden.

Für ein großes Glas (1l Fassungsvermögen) habe ich ca. 1kg Möhren verwendet. Ich habe die Möhren ungeschält verwendet, lediglich sorgfältig gewaschen und schlechte Stellen sowie an den beiden Enden ein bisschen was abgeschnitten. Dann habe ich sie grob geraspelt und in eine große Schüssel gegeben. Dazu kamen dann ca. 1 EL (Himalaya-)Salz und 3 fein geschnittene Knoblauchzehen. Was außerdem gut passt, ist frisch geriebener Ingwer! Anschließend habe ich alles ordentlich mit den Händen durchgeknetet und dadurch ist der Saft ausgetreten. Meist gebe ich zusätzlich noch etwas (gefiltertes) Wasser hinzu, damit die Möhren im Glas möglichst von Flüssigkeit bedeckt sind.

Das Glas sollte gut mit heißem Wasser gespült sein (es dürfen keine Seifenreste bleiben!), muss aber nicht unbedingt abgekocht werden. Beim Füllen in das Glas muss man darauf achten die Möhrenraspel gut und fest hineinzudrücken, sodass keine Luft mehr dazwischen ist. Es ist erstaunlich wie viel dann in das Glas hineinpasst! 🙂 Ich habe dieses Mal ein Glas mit Schnappverschluss (und Dichtungsgummi) verwendet, aber mit Schraubgläsern klappt es auch. Dann empfehle ich jedoch den Glasrand mit einer Schicht Frischhaltefolie abzudecken, bevor der Deckel darauf kommt. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es bei Schraubgläsern vorkommt, dass sich die oberste Gemüseschicht etwas verfärbt (oxidiert) und das sah dann nicht mehr so appetitlich aus, ist aber soweit ich weiß unschädlich.

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Hier habe ich eigentlich etwas zu wenig Platz unter dem Rand gelassen und deswegen ist später während des Gärungsprozesses auch ein wenig Flüssigkeit aus dem Glas getreten.
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Das Glas ist fest verschlossen: jetzt können die Mikroorganismen an die Arbeit gehen!

Das Glas sollte nicht randvoll gefüllt sein, etwa 2cm unter dem Deckel sollten frei bleiben, denn durch den Gärungsprozess weitet sich der Inhalt nochmal etwas aus, wodurch manchmal auch etwas Flüssigkeit nach außen dringt. Wenn das Glas dann gefüllt und verschlossen ist, bewahre ich es zunächst für 7-10 Tage bei Zimmertemperatur an einem dunklen Ort auf. Anschließend sollte es etwas kühler gelagert werden, entweder im Keller oder einfach im Kühlschrank. Nach spätestens etwa einer weiteren Woche sollte der ganze Prozess abgeschlossen sein und dann sind die Möhren verzehrfertig. 🙂 Sie halten sich nach dem Öffnen auch noch wochenlang (wenn nicht sogar monatelang) im Kühlschrank.

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Etwa zwei Wochen nach dem Ansetzen sehen die Möhren (idealerweise) so aus und riechen leicht säuerlich

Auf die Brombeeren!

Ich liebe es, mir mein Essen direkt aus der Natur zu holen und besonders gerne sammle ich wilde Beeren! Erst vor einigen Monaten ist mir aufgefallen, dass ich quasi in einem Brombeerparadies lebe: Es ist fast egal in welche Richtung ich laufe, nach spätestens fünf Minuten komme ich an eine mächtige Brombeerhecke. Richtig gut! Wahrscheinlich kann ich jetzt die nächsten Wochen lang, wenn nicht sogar Monate, jeden Tag frische Brombeeren essen (besonders lecker in Kombination mit Banane!). 😊

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Eine praktische Seite, um wilde Beerensträucher (und andere essbare Pflanzen) zu finden, ist Mundraub.org, dort kann man außerdem auch selbst Fundorte eintragen. 🙂

Achja, und wer Angst vor dem (ominösen) Fuchsbandwurm hat, dem sei dieses Video ans Herz gelegt: 😉

Vorfreude aufs utopival

Ich weiß gar nicht genau, wie und wo ich anfangen soll. Eigentlich sagt die Überschrift ja schon alles. 🙂 Aber was ist denn überhaupt das utopvial? Es handelt sich um einen fünftägen Mitmachkongress – geldfrei, vegan, ökologisch, solidarisch – der vom 3.-7.8. auf dem FindHof bei Köln stattfinden wird. 100 Menschen kommen dort zusammen, tauschen sich aus, vernetzen sich, versuchen Antworten auf die Frage zu finden „Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Gesellschaft von morgen vor?“, planen Projekte und versuchen gemeinsam Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Genau das Richtige für mich. 😉

Die 100 Plätze fürs utopival wurden verlost unter knapp 400 Anmeldungen. Und ich bin mit dabei! 🙂 Ich spüre, dass mir damit ein besonderes Geschenk zu teil wird. Deswegen möchte ich meine Erfahrungen und Erlebnisse, die ich dort machen werde, auch nicht für mich alleine behalten, sondern unter anderem auch diesen Blog nutzen, um davon zu berichten. Ich bin schon sehr gespannt und vorfreudig, besonders auf die Begegnungen mit den anderen Teilnehmer*innen, den Austausch, das gemeinsame Leben auf dem utopival, die Dinge, die dort entstehen werden und auf all das, was ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen kann.

Im Alltag merke ich, dass es noch vieles gibt, was mich hemmt so zu leben, wie ich eigentlich leben möchte, tatsächlich die Veränderung zu sein, die ich in der Welt sehen möchte. Aber Schritt für Schritt komme ich dem Ganzen näher. 🙂

Das also als kleine Ankündigung, mehr dazu kommt dann in ein paar Wochen.

Alles Liebe! 💚

Frühstücksbrei aus Buchweizenkeimlingen

Seit ein paar Tagen experimentiere ich ein bisschen mit Buchweizenkeimlingen herum und habe etwas sehr köstliches und sättigendes für mich entdeckt: Frühstücksbrei aus Buchweizenkeimlingen und Obst! Getreidebreis (ob aus Haferflocken, Dinkelgries, Hirse oder Reis) mag ich sowieso sehr gerne und da hat es mich gereizt so etwas mal in Rohkostqualität auszuprobieren. Ich bin echt begeistert von meiner Kreation, das wird es definitiv häufiger geben! Einziger Nachteil ist natürlich, dass die Keimlinge über tagelang im Voraus vorbereitet werden müssen. Bei Buchweizen dauert es mindestens 2 Tage. Hier eine ausführliche Anleitung.

Für eine große Schale voll Brei habe ich folgende Zutaten verwendet:

1 Tasse (300ml) Buchweizenkeimlinge
ein großer Apfel 🍎
zwei (reife!) Bananen
ca. 150-200ml (gefiltertes) Wasser

→ Alles miteinander zu einer homogenen Masse pürieren.

Für obendrauf: Geschrotete Leinsamen und eine Banane in Scheiben.

Das Rezept lässt sich natürlich beliebig mit anderen Obstsorten und Toppings variieren.

Guten Appetit! ☺

Sonnengetrocknet: Kiwi!

Manche Menschen jammern und klagen über dieses und jenes. Ich versuche stets die positiven Seiten zu sehen und eigentlich kann ich mir nur sehr wenige Dinge vorstellen, die mich wirklich runterziehen würden. So war zwar die Hitze der letzten Tage nahezu unerträglich, aber in gewisser Weise kam sie mir sehr gelegen: Eine perfekte Möglichkeit, um die Sonne zu nutzen und einige rohköstliche Snacks zu trocknen! 🙂 Ich besitze nämlich (noch) kein Dörrgerät und wenn man den Backofen zum Dörren verwendet, ist das so ein immenser unnötiger Energieverbrauch…

Durch  das Trocknen von Obst und Gemüse entstehen nicht nur leckere Snacks, sondern es ist außerdem eine praktische Art der Resteverwertung und Haltbarmachung! Ich hatte nämlich noch eine Menge leckerer Sachen von meiner letzten Containertour übrig, die verarbeitet werden mussten. So zum Beispiel vier wundervolle Bio-Kiwis. Wie ihr auf den Bildern bemerkt (habt) oder bemerken werdet, habe ich sie nicht geschält, die Schale ist nämlich essbar! Allerdings natürlich etwas haarig und somit möglicherweise ein bisschen gewöhnungsbedürftig für den einen oder die andere. 😀 Aber Bio-Kiwis esse ich seit ich das weiß nur noch mit Schale und sie löst sich beim Kauen leicht im Mund auf. Dadurch bleiben wertvolle Nährstoffe, die sich in und unter der Schale befinden, erhalten. Außerdem erspart es Arbeit! 😉

Ich habe die Kiwis in dünne Scheiben (ca. 3-5mm) geschnitten, nebeneinander auf einen Teller gelegt und das Ganze in die Sonne gestellt. Nach einigen Stunden habe ich die Kiwischeiben gewendet. Nach einem Tag in der Sonne (ca. 8-10 Stunden) waren sie gut durchgetrocknet. ☀

Inspiration für weitere sonnengetrocknete Snacks kommt in den nächsten Artikeln! 🙂

 

rohköstliches Bananen-Schoko-Eis

Weil es jetzt gerade die Tage so superheiß war, habe ich mir mehrmals Eiscreme auf der Basis von gefrorenen Bananen im Standmixer zubereitet. Das Eis ist dann praktischerweise immer direkt verzehrfertig, also hat eine optimale Konsistenz und muss nicht nochmal ins Gefrierfach. Außerdem sind Bananen recht neutral und lassen sich mit allem möglichen kombinieren (z.B. mit Aprikosen). Zusätzlich geben sie dem Eis eine ordentliche Süße, sodass keine anderen Süßungsmittel notwendig sind. Die Bananen sollten natürlich richtig schön reif sein, bevor sie eingefroren werden!

Ich liebe Schokoladeneis und da ich zur Zeit noch rohes Kakaopulver und rohe Kakaobohnen habe, kann ich es sogar 100% rohköstlich zubereiten, das ist doch mal was feines! 🙂

Für eine große Portion Eis habe ich hier von der Menge her etwa vier bis fünf gefrorene Bananen verwendet. Dazu kam noch ein halber Teelöffel Vanillepulver, fünf Kakaobohnen (geben dem Eis ein bisschen mehr Biss) und mehrere Esslöffel voll Kakaopulver (je nach Geschmack). Außerdem habe ich noch eine handvoll frisch gepflückte Zitronenmelisse mit dazugegeben. Alles schön püriert und dann getoppt mit etwas Kokosraspel – ein wahrer Genuss! ☀ 🍧 ☺

Papayakerne

Wie ihr in meinem letzten Artikel erfahren konntet, habe ich kürzlich eine große Menge köstlicher Früchte aus dem Müll gerettet. Darunter auch drei Papayas, eine Obstsorte, die ich mir normalerweise nicht kaufen würde (zu teuer und kommt von zu weit her). Ich habe Papayas überhaupt auch erst durchs Containern kennengelernt und freue mich nun immer, wenn ich mal wieder ein paar dieser Früchte erbeute. 🙂 Nicht nur das Fruchtfleisch verdient Aufmerksamkeit, sondern auch die Kerne sind etwas ganz Besonderes, das nicht weggeschmissen werden sollte! Nur mal so nebenbei: Ich habe gerade ein bisschen recherchiert und bin auf einen Shop gestoßen, der ein Tütchen mit 50g getrockneten Papayakernen für sage und schreibe 43,50€ verkauft! 😮

Das Geld lässt sich ganz einfach sparen… weiter unten mehr dazu! Aber was ist das Besondere an Papayakernen und was lässt sich überhaupt mit ihnen anfangen? Den Papayakernen werden verschiedene gesundheitsförderne Wirkungen nachgesagt: So helfen sie angeblich allgemein bei der Verdauung, reinigen den Darm und bekämpfen sogar Würmer und Parasiten im Verdauungstrakt. Außerdem wurden und werden sie teilweise als Verhütungsmittel beim Mann eingesetzt. Nähere Informationen zur Wirkung der Papayakerne lassen sich leicht anhand der entsprechenden Stichwörter mit Hilfe jeder Suchmaschine finden. 🙂

Papayakerne schmecken leicht pfeffrig und lassen sich in getrockneter Form gut aufbewahren. Ich fülle sie (gemischt mit Pfefferkörnern) in meine Pfeffermühle und benutze sie einfach zum Würzen. Da sie milder schmecken als Pfefferkörner, kann man auch ganze Papayakerne einfach so kauen oder zum Beispiel über Salate (oder andere Gerichte) streuen.

Papayakerne selbst trocknen:

Mit einem Löffel die Kerne aus der Frucht entfernen und am besten in einen Messbecher oder eine Schüssel geben, um restliches Fruchtfleisch mit Wasser abzuspülen. In einem Sieb abtropfen lassen und dann auf einen Teller, ein Backblech oder ähnliches geben. Im Sommer kann man die Papayakerne einfach in der Sonne trocknen lassen (bei mir hat es dann ungefähr einen Tag gedauert, bei ziemlich starker Sonneneinstrahlung). Im Winter geht es vielleicht auch auf der Heizung oder auf dem Kamin (je nach dem, was man für Möglichkeiten hat 😉 ). Aber in jedem Fall problemlos im Dörrgerät, sofern man eines besitzt, oder einfach im Ofen (bei 50°C und einen Spalt geöffnet, wenn es Rohkostqualität sein soll oder bei höherer Temperatur, dann geht es natürlich schneller). Hier ein paar Fotos, die ich im Laufe des Trocknungsprozesses aufgenommen habe:

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