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Mina grün

auf meinem Veg nach Utopia

Monat

November 2015

Chinakohl milchsauer einlegen

Vor einer Weile habe ich hier ja bereits vorgestellt, wie ich Möhren milchsauer einlege. Dort habe ich auch ein paar allgemeine Sachen über Milchsäuregärung beschrieben. Heute soll es um die Fermentierung von Chinakohl gehen. 🙂

Grundzutaten (reicht von der Menge her für etwa zwei große Gurkengläser):
ein Chinakohl (mittelgroß bis groß)
1l (gefiltertes) Wasser
2 EL Salz
1 EL (Vollrohr-/Birken-)Zucker (oder anderes Süßungsmittel)

Zusätzlich je nach Belieben:
getrocknete Chilischoten
gepresster oder fein geschnittener Knoblauch
geriebener Ingwer
(Frühlings-)Zwiebel (fein geschnitten)
und … ?

1. Das Wasser aufkochen und Salz und Zucker darin auflösen. Abkühlen lassen.

2. Den Chinakohl halbieren, vierteln und dann in Streifen schneiden. In eine Schüssel geben und mit den gewünschten zusätzlichen Zutaten vermengen. Ich gebe eigentlich immer zwei kleine getrocknete Chilischoten (für jedes Glas eine), etwa zwei gepresste Knoblauchzehen und frisch geriebenen Ingwer dazu.

chinakohl_1

3. Das Chinakohlgemisch fest in die vorbereiteten Gläser (nur mit Wasser ausgespült, damit keine Seifenreste bleiben) stopfen. Das Volumen schrumpft während des Fermentierungsprozesses, daher lohnt es sich die Gläser so voll wie möglich zu machen.

4. Anschließend mit der abgekühlten Salz-Zucker-Lösung auffüllen, sodass alles mit Flüssigkeit abgedeckt ist. Unter dem Glasrand etwa zwei Zentimeter Luft lassen, sonst tritt während des Fermentierungsprozesses Flüssigkeit aus dem Glas! Das ist zwar auch kein Drama, aber eine ziemliche Sauerei… 😉

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5. Nun die Gläser verschließen und für 10-14 Tage bei Zimmertemperatur (18-20°C) an einem dunklen Ort lagern. Bei Gläsern mit Schraubverschluss den Glasrand vor dem Schließen mit Frischhaltefolie bedecken, damit das Glas besser verschlossen ist und die Säure nicht mit dem Metall reagiert.

6. Nach Ablauf der oben genannten Zeit (10-14 Tage) stelle ich die Gläser in den Kühlschrank und warte noch etwa eine Woche bevor ich sie das erste Mal öffne. Frisch geöffnet kommt einem sofort der säuerliche Geruch in die Nase und beim Probieren „prickelt“ es geradezu auf der Zunge. Ich habe für mich rausgefunden, dass es mir am besten schmeckt, wenn ich den fermentierten Chinakohl erst nochmal ein paar Tage (nach dem ersten Öffnen) ruhen lasse.

chinakohl_5

7. Also es dauert schon eine ganze Weile, bis die „Früchte der Arbeit“ verspeist werden können, aber dann ist es ein wahrer Genuss! Und der fermentierte Chinakohl lässt sich lange Zeit im Kühlschrank aufbewahren. Ich benutze ihn sehr gerne als würzige Salatbeigabe. Auch der „Saft“ lässt sich gut verwenden, beispielsweise als Grundlage einer Salatsoße. Ich kann es nur immer wieder sagen: Milchsauer vergorenes Gemüse bringt Abwechslung und köstliche Geschmackserlebnisse in die Küche! 😀

chinakohl_4

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Finland, once again.

Finnland, mal wieder… Oder: Als WWOOFerin auf einem finnischen Ökodorf.
Mal wieder? WWOOF?
Finland, once again… Or: As WWOOFer on a finnish ecovillage.
Once again? WWOOF?

Die Vorgeschichte: Angefangen hat alles im Sommer 2010, als ich das erste Mal in Finnland war und dort an einem internationalen Workcamp teilgenommen habe (hier sogar ein kleiner Bericht dazu). Seitdem habe ich dieses Land irgendwie in mein Herz geschlossen. ❤ Ich war dann ab Oktober 2010 für knapp 10 Monate als Au-Pair bei einer Familie in Oulu (Nordfinnland) und bin in den folgenden Jahren immer mal für mehrere Wochen zurückgekehrt. Im Sommer 2013 war ich dann erneut als Teilnehmerin in einem Workcamp (Niva!).
Previous history: It all started in the summer of 2010 when I was the first time taking part in an international Workcamp in Finland. Since then I have taken this land somehow to my heart. ❤ From October 2010 I stayed for about ten months as au pair with a family in Oulu (northern Finland). And in the following years I came back a few times, but always just for a couple of weeks. In summer 2013 I was again participating in a workcamp (Niva!).

Nun nach zweijähriger Abwesenheit bin ich ENDLICH diesen Herbst mal wieder in den hohen Norden gereist. Mein Hauptinteresse dieses Mal bestand darin für zweieinhalb Wochen auf einem kleinen Ökodorf (namens Gaija) zu leben. Mein erstes Mal „wwoofen“, das heißt kurz gesagt, für Kost und Logis auf einem Ökohof mitzuhelfen. Aber auch nach Oulu verschlug es mich im Anschluss für eine Woche und ein paar Tage in Niva konnte ich spontan auch noch unterbringen.
Now after two years of absence, this fall I FINALLY travelled again to the far North. My main purpose this time, was to live for two and a half weeks on a small ecovillage (named Gaija). My first time „wwoofing“, that means in short to work on an organic farm and get free food and accomodation. Afterwards I visited Oulu for a week and I even found the time to drop by in Niva for a few days.

Ich hatte mich entschieden dieses Mal nicht zu fliegen, sondern den Landweg (und Seeweg) über Polen und die baltischen Staaten zu nehmen. Berlin – Warschau – Vilnius – Riga – Tallinn – Helsinki. Eine lange Reise, viel Zeit, um meine Gedanken fließen zu lassen und mich auf das Abenteuer mental vorzubereiten. 😉
I chose this time not to fly but to travel by land (and sea) via Poland and the Baltic States. Berlin – Warsaw – Vilnius – Riga – Tallinn – Helsinki. A long journey, and a lot of time to let my thoughts flow and to prepare mentally for the adventure. 😉

GAIJA

Eine Nacht im Bus, eine Nacht im Hostel in Tallinn, am nächsten Morgen die Fähre nach Helsinki. Ich war zurück in Finnland! Alles irgendwie vertraut. So schön, die Sprache wieder zu hören. Aber im Großstadttrubel von Helsinki hielt mich nichts, ein paar Stunden Aufenthalt am Bahnhof, dann ging es mit dem Zug über Seinäjoki nach Ähtäri. Oh, ich erinnere mich noch, wie aufgeregt ich war. Hatte in den letzten Wochen noch alles per Mail abgesprochen. Mit Selma, eine Bewohnerin Gaijas, sie würde mich vom Bahnhof abholen. Aber so ganz genau wusste ich eigentlich nicht, was auf mich in den nächsten Wochen zukommen würde.
One night on the bus, one night at the hostel in Tallinn, the next morning by ferry to Helsinki. I was back in Finland! Everything somehow familiar. So nice to hear the language again. But in the hustle and bustle of Helsinki kept me nothing. A couple of hours at the station, then I took the train via Seinäjoki to Ähtäri. Oh, I still remember how excited I was. Had agreed everything by e-mail in the last few weeks, with Selma, a resident of Gaija. She would pick me up from the train station. But yet I didn’t really know how the next few weeks would be.

Das erste, was mir in Gaija auffiel, war die Stille, oder besser: die Abwesenheit von Lärm. Auch die Abwesenheit von Stress und Zeitdruck. Ich habe das alles als sehr wohltuend wahrgenommen. Ich habe mich allgemein an diesem Ort sehr wohl und willkommen gefühlt. Konnte wirklich zur Ruhe kommen, bewusst meinen Tag gestalten, mich auf mich selbst besinnen und war gleichsam Teil des Ganzen, eingebunden in den Alltag auf Gaija. Es war angenehm nicht ständig zwischen unterschiedlichen Orten hin- und hergerissen zu sein, nicht ständig abgelenkt zu werden. Ich habe es als sehr beFRIEDigENd empfunden, meinen Teil zum Ganzen beitragen zu können und dort sinnvollen Tätigkeiten nachzugehen. Natürlich gab es auch Momente in denen nicht alles in Harmonie war und über die Zeit konnte ich mehr und mehr sehen, dass Gaija und die Menschen dort auch alle noch unterwegs sind, alles ist ein Prozess.
The first thing that struck me in Gaija, was the silence, or rather the absence of noise. The absence of stress and time pressure. All this I perceived as very beneficial. Generally I felt very comfortable and welcome there. I could really come to rest and consciously make my day. I could reflect on myself and still I was like part of the whole, integrated into everyday life on Gaija. It was pleasant to not be constantly torn between different places and to not be distracted all the time. I have found it very satisfying to be able to contribute my part to the whole, pursuing meaningful activities. Of course there were moments in which not everything was in harmony and over time I could see that Gaija and all the people there are also still on there way, everything is a process.

Gaija hatte zu dem Zeitpunkt, als ich dort war, etwa zehn Bewohner und alles in allem waren wir immer so 10-15 Leute dort. Ein großes Kommen und Gehen. Mir wurde erzählt, dass dort in der Sommerzeit mehr Menschen leben. Grundsätzlich gibt es ein großes Hauptgebäude mit Gemeinschaftsräumen (Küche, Wohnzimmer, Yoga-Zimmer, Sauna, …) und über das Gelände verteilt noch ein paar weitere Wohnhäuser, Stall (für Hühner und Schafe), eine Scheune sowie eine Außensauna direkt am See. Ansonsten ein Gewächshaus, verschiedene Felder, Beerenbüsche, Wald und Wiese, … Im Hauptgebäude befinden sich in der ersten Etage einige Zimmer, die für Gäste bestimmt sind. Ich durfte mir eines der freien Zimmer aussuchen. Mit Seeblick. 🙂
Gaija had at the time, when I was there, about ten residents and all in all we were always 10-15 people there. A lot comings and goings. I was told, that in the summer time, more people lived there. Basically there is a large main building with communal areas (kitchen, living room, yoga room, sauna, …) and spread throughout the site are a few more houses, stables (for chicken and sheep), a barn and an outdoor sauna at the lake. As well a greenhouse, different fields, berry bushes, woods and meadows, … In the main building on the first floor there are some rooms located, which are intended for guests. I could pick out one of them for me. With lake view. 🙂

Ich überlege gerade, was und wie viel ich hier auf diesem Blog überhaupt erzählen möchte. Ich denke ich werde eher die Bilder sprechen lassen. 🙂 Zweimal während der Zeit auf Gaija war ich mit ein paar Leuten Preiselbeerpflücken im Wald. Das hat mir total gut gefallen, auch weil es außerdem noch einige meiner geliebten MUSTIKOITA (Blaubeeren) zu finden gab. 😀 Die gesammelten Preiselbeeren wurden anschließend lediglich gesäubert, gestampft, in Gläser abgefüllt und dann einfach kühl gelagert (draußen), sie müssen nicht eingekocht werden!
I’m wondering, what and how much I actually want to tell here on this blog. I think I’ll also let the pictures speak. 🙂 Twice during my time on Gaija I was together with a few other people picking lingonberries in the forest. I enjoyed it much, also because I even found some of my beloved MUSTIKOITA (blueberries). 😀 The collected lingonberries were simply cleaned, mashed, filled in jars and then just kept refrigerated (outside), they don’t need to be boiled!

Ansonsten fielen auf dem Hof selbst viele unterschiedliche Ernte-Aufgaben an: Erbsen, Kartoffeln, Saubohnen, unreife Tomaten zum Nachreifen nach Drinnen holen, … Die Saubohnen (härkäpapuja) waren dabei eine besonders arbeitsintensive Angelegenheit: Weil es schon den ersten Nachtfrost gegeben hatte, mussten plötzlich in einer großen Hauruck-Aktion alle Saubohnenfelder abgeerntet werden. So haben wir uns an drei Tagen hintereinander intensiv nur mit diesen wunderschönen Bohnen beschäftigt. 😉 Tagsüber ernten und bei Einbruch der Dunkelheit wurde das Wohnzimmer zur Saubohnen-Enthülsungs-Station, denn die Bohnen mussten sofort nach der Ernte aus ihren Schalen geholt und zum Trocknen ausgelegt werden.
Otherwise there were on the farm itself many different harvesting tasks: peas, potatoes, broad beans, kale, beet root, unripe tomatoes to mature inside, … The broad beans (härkäpapuja) were a particularly labor-intensive matter: It had been the first night frost and in a sudden all the broad beans had to be harvested. So for three days in a row we were occupied with those wonderful beans. 😉 During the day we went to the fields to harvest and after nightfall the living room changed to a bean-peeling-station, because the beans had to be brought out of their peels immediately after the harvest, to be laid out  and to dry.

Das was wir so alles geerntet haben, landete natürlich auch auf dem Esstisch! Ich glaube ich habe noch nie in so kurzer Zeit so oft Kartoffeln gegessen. 😀 Auch Kohl, Pastinake, Bohnen, Erbsen, Kohlrabi und Rote Bete standen oft auf dem Speiseplan. Das würde ich mal eine sehr lokale, saisonale und ökologische Form der Ernährung nennen! 😉 Außerdem konnte man sich zu jedem Gericht etwas von den selbstgepflückten und gematschten Preiselbeeren dazu nehmen. Köstlich!!
And of all that we have harvested of course parts of it landed on the dining table! I think I’ve never eaten so many times potatoes in such a short time. 😀 Also cabbage, parsnips, beans, peas, kohlrabi and beet root were often on the menu. That I would call a very local, seasonal and ecological diet! 😉 And to every dish we could add some of the self-picked and mashed lingonberries. Delicious!!

vegan, regional & seasonal!
vegan, local & seasonal food! 🙂

Neben der Arbeit und dem Essen, hatte ich natürlich auch viel Zeit für andere Dinge: kleinere Ausflüge (mit Ruderboot) und Spaziergänge in die Umgebung, Yoga, Klavier spielen, Tagebuch schreiben, lesen, … auch sehr spannend, inspirierend und wertvoll waren die Begegnungen und der Austausch mit den anderen Menschen auf Gaija. 🙂 Das ergab sich zwischendurch, in der Sauna, während der Arbeit und auch beim täglichen 14-Uhr-Kreis (piiri), zu dem sich alle (die Lust und Zeit hatten) im Wohnzimmer trafen, um wichtige Sachen zu besprechen oder einfach um zu teilen, was einem gerade auf dem Herzen lag.
Besides working and eating, I had of course also a lot of time for other things: short trips (by rowing boat) and walks in the area, doing yoga, playing piano, writing diary, reading … and very exciting, inspiring and valuable were the encounters and exchanges with the other people at Gaija. 🙂 Whether in between, in the sauna, during work and also during the daily 2-o’clock-circle (piiri), to which everyone (who wanted) met in the living room to discuss important things or simply share what just lay on the heart.

So vergingen die Tage, einer nach dem anderen und schneller als gedacht war es schon wieder Zeit abzureisen. Aber es war ein geradezu perfekter letzter Abend auf Gaija: Sauna am See (typisch finnisch) und am Himmel darüber atemberaubende Nordlichter, gespiegelt auf der Wasseroberfläche.
So the days passed by, one after another, and sooner than expected it was again time to leave. But it was a quasi perfect last evening at Gaija: sauna by the lake (typical Finnish) and breathtaking northern lights in the sky, mirrored on the water surface.

Ich habe zwar keine Fotos von den Nordlichtern machen können, aber vom See habe ich viele Aufnahmen gemacht. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die gleiche Aussicht sein kann, je nach Tageszeit und Wetter.
I could not take any pictures of the northern lights, but I’ve got a lot of pictures of the lake view. It’s astonishing how different the same view can be, depending on the time of day and weather.

OULU

Nach meiner Zeit auf Gaija bin ich erst noch etwas weiter in den Norden gereist, nach Oulu, um dort meine ehemalige Au-Pair-Familie zu besuchen. Es ist immer wieder schön, dorthin zurück zu kehren und spannend zu sehen, wie die Kinder immer älter werden. 😀 Außerdem konnte ich Ulli, eine Freundin aus Au-Pair-Zeiten, die jetzt als Austauschstudentin in Oulu ist, mal wieder sehen und wir haben einiges gemeinsam unternommen. Besonders genossen habe ich es, wieder mit dem Rad in Oulu unterwegs zu sein (die Stadt ist ein wahres Paradies für Fahrradfahrer*innen!) und habe mehrmals längere Touren unternommen, auch zum Strand „Nallikari“.
After my time at Gaija I traveled a bit further to the North to Oulu, to visit my former au pair family. It’s always nice to return there and exciting to see how the children are getting older. 😀 In addition I could meet Ulli again, a friend from my times as au pair, she is right now back in Oulu as exchange student. It was great to spend again time together in Finland! About the time in Oulu I especially enjoyed to do some trips by bike (the city is as paradise for cyclists!), for example to the beach „Nallikari“.

Nallikari (Oulu)
Nallikari (Oulu)

NIVA

In Niva vorbeizuschauen entschied ich recht kurzfristig. Die Fahrt von Oulu dorthin (über Joensuu) war etwas aufwändig, aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe! Untergebracht war ich bei Päivi und Erkki – dankeschön!! 🙂 An einem Abend trafen wir uns zum Essen und geselligen Beisammensein mit den anderen Dorfbewohner*innen auf der Jagdhütte, wo auch damals das Workcamp stattgefunden hatte. Es war echt schön alle mal wieder zu sehen! 🙂 Am Tag darauf unternahmen wir einen kleinen Bootsausflug zu einer unbewohnten Insel, strichen einen alten Schuppen mit der traditionellen roten Farbe (enthält unter anderem Roggenmehl!) und der Abend fand einen typisch finnischen Ausklang mit Savusauna (Rauchsauna) am See. Am folgenden Vormittag ging es für mich dann wieder auf Reisen, zurück Richtung Süden, die gleichen Etappen wie auf der Hinfahrt.
Dropping by in Niva was a short notice decision. The train ride from Oulu (via Joensuu) took quite long, but I’m happy that I went! Päivi and Erkki hosted me in their house for the time in Niva – thank you!! 🙂 One evening we met with the other villagers to have dinner together at the hunting hut, where as well the workcamp took place. It was really nice to see everyone again! 🙂 The next day we took a short boat trip to an uninhabited island, later painted an old shed with the traditional red paint (contains among other rye flour!) and in the evening we had savusauna (smoke sauna) at the lake. The next morning was my departure back towards the South, the same way but reverse as on the outward journey.

Jetzt bin ich zwar schon seit einem Monat zurück in Deutschland, aber die Reise wirkt immer noch nach. So viele wichtige Erfahrungen und wertvolle Einblicke, die ich mitnehmen könnte. Es war eine wundervolle Zeit, für die ich sehr dankbar bin! 🙂
Now I am indeed already back in Germany for a month, but the trip continues to have an effect on me. So many important experiences and valuable insights that I took with me. It was a wonderful time for which I am very grateful! 🙂

Kiitos teille kaikille sydämestäni! ❤ Minulla oli ihanaa olla taas Suomessa. Odotan jo tulla takaisin. 😉

 

Topinambur-Möhren-Apfel-Salat

Die Topinambur hat viele Namen, wie ich gerade bei Wikipedia nachgelesen habe. Zum Beispiel: Erdapfel, Erdbirne, Jerusalem-Artischocke, Borbel, Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Erdtrüffel, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Schnapskartoffel, Zuckerkartoffel, … 😀

Ich habe diese wundersame Knolle vor etwa zwei Jahren kennengelernt und sie vor ein paar Wochen für mich wiederentdeckt. Zwar wird sie oft mit der Kartoffel verglichen (wie man auch an den Namensvarianten sieht), aber eigentlich sind die beiden doch sehr unterschiedlich: So ist die Topinambur beispielsweise mit der Sonnenblume verwandt und bildet hohe Stängel aus, mit hübschen gelben Blüten am Ende. Und außerdem ist sie im Gegensatz zur Kartoffel roh verzehrbar! 🙂 Ich finde sogar sie schmeckt roh auch viel besser als gekocht… dann ist sie knackig und hat einen köstlich nussig-milden Geschmack.

Deswegen landet sie bei mir im Salat! Besonders gut schmeckt sie mir in Kombination mit Apfel und Möhre.

topinambur_1

Zutaten (Mengenverhältnisse nach Belieben anpassen…):

ein paar Topinambur-Knollen
ein paar Möhren
ein Apfel
Saft einer Zitrone
Optional: Sonnenblumenkerne oder andere Samen, Keimlinge, Sprossen, …

Zubereitung:

Ich verwende alles ungeschält und habe für diesen Salat die Topinambur fein gehobelt, die Möhren grob geraspelt und den Apfel einfach in kleine Stückchen geschnitten. Dann alles mit Zitronensaft vermengt und fertig! 🙂

topinambur_2

World Vegan Day | Weltvegantag

Heute am 1. November ist Weltvegantag! Ein guter Grund für einen neuen Artikel. 🙂 Dieses Jahr ist das erste Mal, dass ich den Tag tatsächlich etwas feiere: In meiner Stadt findet nämlich ein großer veganer Brunch mit buntem Programm statt und daran werde ich teilnehmen. Natürlich ziehe ich nicht mit leeren Händen los, sondern steuere meinen Teil zum Buffet bei:

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Warum eigentlich vegan?

Eine Frage, die mir schon unzählige gestellt wurde, meistens vorhersehbar an Esstischsituationen… Es fällt mir eher schwer darauf zu antworten, weil ich mich mittlerweile in so vielen Facetten mit dem Thema auseinandergesetzt habe, dass keine Antwort dem gerecht werden könnte. Außerdem ist es für mich kein Kopfthema, sondern ein Herzensthema und das macht die Sache kompliziert, weil die meisten Menschen (glaube ich jedenfalls) eine intellektuelle Antwort erwarten. Nun ja, am einfachsten lässt sich wohl sagen, dass es keine wirklich gewichtigen Gründe gibt, tierische Produkte zu konsumieren, aber sehr viele Gründe die dagegen sprechen…

Ich möchte kurz die drei Ebenen nennen, auf denen eine vegane Ernährung meiner Meinung nach einen positiven Unterschied macht, ohne ins Detail zu gehen (es gibt ja bereits reichlich Information dazu finden):

  1. Ökologische Ebene: Umweltschutz, …
  2. Ethisch und moralische Ebene: Gegen Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung (von Mensch und Tier)
  3. Persönliche Ebene: eigene Gesundheit, Verhinderung (oder Verminderung) sogenannter „Volkskrankheiten“

Ich bin davon überzeugt, dass Ernährung ein Schlüsselelement sein kann und ist, wenn es darum geht „die Welt zu retten“ (für manche Ohren mag das jetzt vielleicht etwas hochtrabend klingen). Und es macht mich so traurig und auch wütend zu sehen, wie viele Menschen sich nach wie vor völlig unbewusst ernähren und ihre Augen, Ohren und ihr Herz verschließen, wenn es um tierische Lebensmittel geht. 😥

Kürzlich habe ich mir mal wieder (seit langem) eine Vegan-Doku angeschaut „Carne Vale – Fleisch lebe wohl!“, in der viele verschiedene Veganer*innen portraitiert werden. Einige Geschichten haben mich sehr berührt und zum Weinen gebracht – mir ist nochmal sehr bewusst geworden, weshalb ich mich damals entschieden habe vegan zu leben. Die Doku möchte ich hiermit jedem Leser und jeder Leserin ans Herz legen. Schaut sie euch an, dauert nur knapp 45 Minuten, die bestimmt keine verlorene Zeit sind! 🙂

Für heute soll es genug sein, nur noch eines:

Happy World Vegan Day! ❤ 🙂 🍏

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