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Mina grün

auf meinem Veg nach Utopia

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utopival

utopival: von 💚 zu 💚

All I ask of you is forever to remember me as loving you.

Seit dem utopival ist bereits über ein Monat vergangen, aber es gab so viele andere Dinge in den letzten Wochen, die meine Aufmerksamkeit beansprucht haben, dass ich keine Ruhe finden konnte, mich meinem Blog zu widmen. Deswegen erst jetzt. Aber es war auch gut und nötig, das ein oder andere erstmal für eine Weile sacken zu lassen. 🙂 Dieser Artikel wird jedenfalls nochmal etwas in die Tiefe gehen und deshalb vermutlich auch sehr lang werden. Trotzdem werde ich versuchen, mich möglichst kurz zu fassen.

Ich möchte gerne teilen, was ich in meinem Kopf und in meinem Herzen vom utopival, insbesondere aus den Workshops, mitgenommen habe. Auch wenn ich spüre, dass berichten und inhaltlich wiedergeben, was wir besprochen haben, dem Ganzen eigentlich nicht ganz gerecht wird.

Ich habe während des utopivals ein Notizheft geführt, in welchem ich alles festgehalten habe, was mir wichtig erschien, Gesagtes, Gefühltes, Gedachtes. Auch zu jedem Workshop, an dem ich teilgenommen habe. Gehen wir doch einfach mal chronologisch vor…

DRAGON DREAMING (mit Raquel und Daniel)

In diesem Workshop haben wir eine Methode kennengelernt, die es kurz gesagt möglich macht, dass alle Teile einer Gruppe zu einem Konsens finden, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Als „Drachen“ werden hierbei diejenigen bezeichnet, die Einwände haben oder gänzlich gegen das Projekt sind. Es gilt diese Personen anzuhören und sie und ihre Ideen miteinzubeschließen, die Gruppenintelligenz nutzen. Es handelt sich in den meisten Fällen wahrscheinlich um einen sehr langen, aber in jedem Fall lohnenswerten und spannenden Gruppenprozess. Ziel ist eine „WIN-WIN-WIN-Situation“, bei der alle gewinnen: ich, wir und die Welt.

Eine wichtige Komponente bildet das sogenannte „Pinakari“ (sich meditativ erden), damit alle Beteiligten konzentriert bei der Sache bleiben und von Herz zu Herz gesprochen wird. Das ist besonders wichtig bei der Vorstellung einer Projektidee vor der Gruppe.

Ein Projekt durchläuft verschiedene Stadien, vom „dreaming“ übers „planning“ und „doing“ darf auch das „celebrating“ nicht vergessen werden. Jeder einzelne Schritt erfordert Handlungen auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Kontexten.

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aus meinem Notizheft 🙂

Wichtig ist außerdem, dass zwar eine einzelne Person die Projektidee äußert, diese dann aber „sterben“ muss, um als gemeinsames Projekt der gesamten Gruppe wieder „geboren“ zu werden.

Das war jetzt natürlich nur ein kleiner Einblick in den Workshop und nur ein ganz kleiner Einblick in das Thema „Dragon Dreaming“. Hier gibt es einen wundervollen Blogartikel, der ein bisschen mehr in die Tiefe geht und den Pia (von living utopia) auf dem Blog „Experiment Selbstversorgung“ veröffentlicht hat. Und hier die offizielle Ergebnisseite des Workshops.

VORGARTENKRITISCHER DORFRUNDGANG (mit Toffi)

Diesen Workshop hatte ich mir in erster Linie ausgesucht, um an der frischen Luft sein zu können, das schöne sommerliche Wetter genießen und mich ein bisschen bewegen zu können. Ansonsten interessiere ich mich natürlich auch grundsätzlich für Gärten und Gartengestaltung und fand die Idee spannend, einfach eine Runde durchs Dorf zu gehen und verschiedene Vorgärten genauer unter die Lupe zu nehmen. 🙂

Wir haben uns beispielsweise überlegt, was wohl ein Vorgarten über die Bewohner des dazugehörigen Hauses aussagt, über gemeinschaftlich genutzte Flächen im Dorf nachgedacht, ein paar Wildkräuter kennengelernt und probiert und ein neues Wort gelernt: „Permablitz“. 😀 Permablitze, eine Erfindung von Toffi, dem Workshopleiter, sind kurze, aber nachhaltig wirkende gemeinschaftliche Aktionen, um Gärten mehr im Sinne der Permakultur zu gestalten. So wird in einem Garten angefangen und dann breitet es sich im Idealfall über die ganze Nachbarschaft aus. Eine wunderschöne Idee! 🙂

Hier ist Ergebnisseite zu diesem Workshop.

GEMEINSCHAFT & DEGROWTH (mit Malo)

Das Zitat am Anfang ist Teil eines Liedes, das wir am Ende dieses Workshops gemeinsam gesungen haben. Dieser Workshop war für mich eine der wichtigsten und intensivsten Erfahrungen, die ich auf dem utopival machen durfte. Ich weiß gar nicht genau, wie ich mit Worten beschreiben soll, was genau stattgefunden hat. Jedenfalls sagt der Workshop-Titel nicht wirklich etwas über den Workshop aus. Was damit zu tun hat, dass er (laut Malo) auch völlig anders abgelaufen ist als ursprünglich geplant. Gut so! 🙂 Treffender wäre deswegen wohl: Gemeinschaftsbildung & Dialogprozess. Oder so.

Malo führte am Anfang des Workshops so etwas wie „Regeln“ ein. Da ich sie für sehr wichtig halte, führe ich sie hier mal auf. Nämlich folgende:

  1. Zuhören (empathisch, ohne Bewertung, emotionale Anwesenheit)
  2. Respektieren (jede Person in ihrem Mensch-Gewordensein; Widersprüche und Grenzen; keine Fragen stellen, denn sie erzwingen Reaktion; keine Analysen/ Interpretationen/ Ratschläge, …)
  3. Suspendieren (alles Gesagte in der Schweben halten; Stille zulassen)
  4. Sprechen (vom Herzen her und nur, wenn der innere Impuls da ist; in Ich-Form sprechen und nicht dozieren; agieren statt re-agieren)

Es gab kein konkretes Thema über das gesprochen wurde oder gesprochen werden sollte. Sondern wir schufen gemeinsam einen Raum, in dem wir Achtsamkeit erlebten, ein Gefühl von Verbundenheit, gemeinsam in Harmonie schwingen, Freiheit, Stille, Zeitlosigkeit. Es bleibt nicht mehr zu sagen, als dass ich tief berührt wurde und ich allen Menschen, die diesen Raum mit ihrer Präsenz ermöglicht haben, von Herzen dankbar bin. ♥

Die Ergebnisseite des Workshops.

SPIELRAUM  – AUTHENTISCHE BEGEGNUNG (mit Alma)

Ein Workshop der gewissermaßen ähnlich war, wie der zuvor beschriebene, aber doch ganz anders. Hier haben wir uns jeweils in Kleingruppen (zu zweit und später zu viert) zusammen gefunden. Es ging in erster Linie darum, einander wahrzunehmen, sich gegenseitig Aufmerksamkeit zu schenken und „im Moment“ zu sein. Außerdem ging es darum, eigene Bedürfnisse und Wahrnehmungen zu kommunizieren, ohne diese zu reflektieren oder zu bewerten.

Hier die dazugehörige offizielle Ergebnisseite.


Ich persönlich bemerke für mich, dass es im Alltag gar nicht so einfach ist, anderen Menschen auf Herzensebene zu begegnen, authentisch zu sein, einander achtsam und vorbehaltlos zuzuhören, sich dafür die Zeit zu nehmen. Weil es dann doch oft „schnell gehen muss“ und man sich nicht richtig auf den/ die andere(n) einlässt. Und ich merke auch, dass es mir selbst oft schwer fällt, vom Herzen und nicht vom Kopf her zu sprechen. Zu einem Teil deswegen, weil ich manchmal auch Angst davor habe, mich anderen Menschen gegenüber in dieser Weise zu öffnen. Oder weil ich noch gefangen bin in Denk- und Handlungsmustern, die dies verhindern. Nun, diese Erkenntnis ist wohl ein Schritt auf dem Weg.

„Von Herz zu Herz“ – ein Satz oder eher ein Satzfragment, das für mich persönlich die Essenz des utopivals zusammenfasst. 🙂 💚

[Das Foto im Titel habe ich von hier: http://www.utopival.org/ergebnisseite/fotos/ Dort gibt es auch noch viele weitere wunderbare utopival-Impressionen zu finden.]

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utopival: Ankunft in Utopia?

Die Utopie – sie steht am Horizont.
Ich bewege mich zwei Schritte auf sie zu und sie entfernt sich um zwei Schritte.
Ich nähere mich zehn weitere Schritte und sie entfernt sich wieder um zehn Schritte.
Und wenn ich noch so weit gehe, ich werde sie nie erreichen.
Wofür ist sie also da – die Utopie? Dafür ist sie da: um zu gehen!

Das sind die Worte  von Fernando Birri, wie sie auch im großen utopival-Plenum am ersten Abend zitiert wurden. Ich finde sie sehr passend als Einstieg in diesen Artikel. 🙂


Ich erinnere mich noch gut an die Anreise zum utopival: Ein kleines Auto, vollgestopft mit Rucksäcken, Zelten, säckeweise Brot und Brötchen, ein paar Kisten und Beutel voll mit Obst und Gemüse, irgendwo in den Zwischenräumen vier Menschen. 😀 Zum Glück war die Fahrt von Köln nach Lindlar nicht lang und so ließ es sich ganz gut ertragen, auch wenn die Außentemperatur irgendwas über 30°C betrug und die zarte Brise Fahrtwind nur wenig darüber hinwegtäuschen konnte.

Kurz nach der Ankunft auf dem FindHof war ich erstmal ein bisschen überwältigt, von der ganzen Wuselei um mich herum, so viele unbekannte Menschen, aber dennoch habe ich mich direkt wohl gefühlt. Es war außerdem ein so wunderschöner, einladender und liebevoll hergerichteter Ort! Dazu kam, dass mir nach und nach doch noch einige bereits mehr oder weniger bekannte Gesichter begegnet sind, teilweise auch ganz unerwartet, das hat mich sehr gefreut! 🙂

Erst wenige Wochen zuvor hatte sich herausgestellt, dass ich nicht die einzige in meinem Freundeskreis war, die aufs utopvial fahren würde, sondern auch Ricarda würde mit von der Partie sein! So ergab es sich auch, dass wir uns ein Zelt teilten. Danke, liebe Ricarda, dass du mich mit bei dir aufgenommen hast und auch sonst für die schöne gemeinsame Zeit auf dem utopival! ❤

Am Montagabend nach dem Abendessen fand dann das erste große Plenum statt. Endlich einmal waren alle auf einem Haufen in der „Lichtwerkstatt“ versammelt. Das Orga-Team stellte sich vor, es wurden ein paar Kennenlernspiele gespielt und Nico Paech hielt einen Vortrag über Postwachstumsökonomie. Bis tief in den Abend hinein zog sich das Programm, sodass die meisten Menschen im Anschluss direkt in die Zelte geschlüpft sind, um wenigstens in der ersten Nacht noch möglichst viel Schlaf zu bekommen.

Darauf folgten mit Dienstag, Mittwoch und Donnerstag drei intensive Mitmachkongress-Tage. Die Tage begannen stets früh, aber sehr angenehm: Morgens wurden wir lieblich gegen kurz nach sieben aus unseren Träumen gesungen, einige Unerschrockene erfrischten sich direkt im Bach, nach dem Frühstück trafen wir uns im Morgenplenum zum Spielen und Singen und lauschten andächtig dem „Morgenimpuls“ für den vor uns liegenden Tag, bevor wir uns in die erste Workshopphase begaben.

In den Workshopphasen gab es jeweils die Wahl zwischen fünf verschiedenen Workshops aus unterschiedlichen Themenbereichen (Bildung, Soziales Miteinander, Ernährung, Kreativität und Wirtschaft), die parallel zueinander stattfanden. Alternativ dazu konnte auch in der Küche bei der Zubereitung des Mittag- (oder Abend-)essens geholfen werden.

Nach dem Mittagessen gab es dann eine längere Pause, die von manchen genutzt wurde, um im Open Space weitere Aktionen anzubieten und daran teilzunehmen. Am Spätnachmittag folgte dann die zweite Workshopphase, danach gab es Abendessen und im Anschluss fand jeden Abend jeweils ein besonderes Programm statt. So zum Beispiel am Dienstagabend eine „Wishbowl“-Diskussion zum Thema „Menschenbild“, am Mittwoch „Open Stage“ und am Donnerstag ein Konzert mit anschließender Jamsession.

Mein persönliches Highlight des Abendprogramms war eindeutig die Open Stage. So viele unterschiedliche, einzigartige Beiträge, von Musik, über Impro-Theater, Tanz und Poetry-Slam-Texten. Ich fand es sehr berührend und beeindruckend. Besonders froh bin ich darüber, dass ich mich selbst auch auf die Bühne getraut habe und mit Gitarre ein Lied meiner isländischen Lieblingsband (Ásgeir) vorgetragen habe. Ich singe zwar viel und oft, aber meist für mich, oder in kleiner Runde. Und so war die Situation, alleine auf der Bühne zu sein und die Aufmerksamkeit aller auf mir zu spüren, etwas ganz Neues für mich. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung, sie hat mich unglaublich bereichert! ☺

An drei Abenden (Dienstag, Mittwoch und Donnerstag) ging es nach dem großen gemeinsamen Abendprogramm noch in kleinerer Runde am Lagerfeuer weiter, das bis tief in die Nacht brannte. Es war unbeschreiblich schön unter dem klaren Sternenhimmel am Feuer zu sitzen, gemeinsam Lieder zu singen, Stockbrot zu backen und ein bisschen zu träumen. 🙂

Hier ein Video, das ein anderer utopvial-Teilnehmer gemacht hat und welches ein paar wunderbare Einblicke ins utopival gewährt:

Ich habe in den Workshopphasen insgesamt vier Workshops besucht und aus jedem einzelnen verschiedene Eindrücke, Erkenntnisse und Erlebnisse mitgenommen. Vielleicht gelingt es mir in ein oder mehreren weiteren Artikeln, diese in Worte zu fassen. 🙂

[Das Foto im Titel habe ich von hier: http://www.utopival.org/ergebnisseite/fotos/ Dort gibt es auch noch viele weitere wunderbare utopival-Impressionen zu finden.]

utopival 2015

Hey, hallo, wie geht’s, wie steht’s? Schön, dich hier zu sehen!
Wollen wir gemeinsam einfach mal spazieren gehen?
Hast du Lust, dann treten wir gemeinsam in Aktion!
Komm‘ wir bauen uns eine Welt nach unserer Vision!

(Ein Lied, das wir allmorgendlich gemeinsam gesungen haben.)

💚

Vor einer Woche, also kurz vor der Anreise zum utopival, bin ich noch fast geplatzt vor lauter Vorfreude und jetzt ist schon alles wieder vorbei und ich bin seit ein paar Tagen zurück in meinem Alltag. Aber es ist nicht alles wie vorher. Die Begegnungen, der Austausch, das Leben auf dem utopival haben mich angestoßen, berührt, inspiriert, mir mal wieder gezeigt, dass eine andere Welt möglich ist, zum Greifen nahe und, dass jede und jeder einzelne einen Beitrag dazu leisten kann.

Ich möchte meine Erfahrung gerne teilen. Aber es passt gar nicht alles in einen einzigen Artikel, deswegen wird das hier nur ein Anfang sein. Hier möchte ich erstmal einen Überblick geben, anhand der vier Grundsätze  – geldfrei, vegan, ökologisch, solidarisch – auf denen alle Projekte von livingutopia, zu denen auch das utopvial gehört, basieren. Ich habe nur wenige Fotos gemacht mit denen ich diesen Artikel etwas bebildern werde. Aber da das utopival ausführlich filmisch dokumentiert wurde, gibt es demnächst noch an anderer Stelle ganz viel Material dazu.

GELDFREI. Zunächst scheint es unglaublich, dass so eine große Veranstaltung, ihre Planung und Durchführung, völlig ohne Geld auskommen kann. Aber gerade diese Komponente zeigt, dass ein anderes Miteinander und Wirtschaften möglich ist! In unserer Gesellschaft werden wir vom Überfluss geradezu erschlagen. Es ist möglich dieser Verschwendung Einhalt zu gebieten, Verantwortung zu übernehmen und vorhandene Ressourcen zu nutzen.
In einem Kurzvortrag am Donnerstagabend ist Tobi (von livingutopia), der seit mehreren Jahren geldfrei lebt, auf den Punkt der Geldfreiheit auch nochmal etwas näher eingegangen. Er hat betont, dass die geldfreie Organisation des utopivals (und anderer Projekte von livingutopia) auf Vertrauen basiert und eine andere Art der Wertschätzung fördert. Es geht darum, dass Mitmachräume für gesellschaftlichen Wandel entstehen, die gemeinsam gestaltet werden und in welche jede und jeder seine Talente einbringen kann.
Die ganzen Lebensmittel, die wir in den fünf Tagen verzehrt haben, kamen alle entweder aus Spenden oder waren vor (teilweise auch aus) der Tonne gerettet worden. Genauso war es mit all den anderen Materialen, die benötigt wurden (z.B. Paletten für die Kompostklos, Klopapier, Seife, Putzmittel und Spüli, Papier, Schreibzeug, …) und natürlich wurden weder Teilnehmerbeiträge erhoben, noch Vortragende mit Geld entlohnt. Erwähnenswert finde ich die wunderschönen Notizhefte von PapierPilz, die aus Altpapier hergestellt wurden und ein großer Dank gilt außerdem den Menschen vom FindHof, die dem utopival einen wundervollen Austragungsort zur Verfügung gestellt haben!

VEGAN. Da ich mich sowieso frei von tierischen Produkte ernähre, hat es sich für mich als ganz selbstverständlich angefühlt, dass wir auf dem utopival mit rein pflanzlichen Lebensmitteln versorgt wurden. Es war auch einfach angenehm, nicht ständig fragen zu müssen, was denn in dem Essen alles drin ist. 😀 Und dann haben wir außerdem noch so unglaublich gut gegessen! Es war sehr abwechslungsreich und stets köstlich! Besonders gefreut hat mich, dass jede Mahlzeit auch einen Rohkostanteil beinhaltete, ob frischer Obstsalat zum Frühstück oder bunter Wildkräuter-Gemüse-Salat zum Mittag-/Abendessen. Erstaunlich, was alles zusammen kommt, wenn nicht gezielt eingekauft wird, sondern die Verpflegung auf geretteten und gespendeten Lebensmitteln basiert! Wir hatten dosenweise „Dunstäpfel“, nahezu literweise Kokoswasser, kistenweise „Thai Koriander Frischcreme“, kiloweise Kübriskerne und palettenweise Fleisch- und Käseersatzprodukte, um nur ein paar der außergewöhnlicheren Sachen zu nennen. 😉

ÖKOLOGISCH. Im Einklang mit der Natur, vorhandene Ressourcen nutzen und erhalten, keinen Schaden anrichten. Das fällt mir hier spontan zum Thema „ökologisch“ ein. Dieser Grundsatz äußerte sich beispielsweise darin, dass wir gerettete Lebensmittel verspeist haben, dass wir statt zu duschen einfach in den Bach gesprungen sind und dass wir unsere wertvollen Exkremente in Kompostklos zurückgelassen haben. 😉 Außerdem gab es einen kleinen Permakultur-Acker auf dem Gelände des FindHofs zu bestaunen, den das utopival-Orgateam einige Monate zuvor angelegt hatte.

SOLIDARISCH. Direkt kurz nach der Ankunft wurden die ersten Menschenketten gebildet, um Gegenstände zu transportieren. Wenn irgendwo Hilfe benötigt wurde, haben sich schnell ein paar helfende Hände gefunden. Es wurde gemeinsam geschnippelt und gekocht. Und in vielen anderen Momenten konnten wir erleben, wie sich Gemeinschaft anfühlt. Jede und jeder war willkommen, einander auf Augenhöhe begegnen, offen und ohne zu urteilen, voller Liebe. So viele besondere Augenblicke. Gemeinsam innehalten einerseits und gemeinsam agieren andererseits.

Für heute soll es an dieser Stelle genug sein. Bald folgt mehr.
Alles Liebe. 🙂

Vorfreude aufs utopival

Ich weiß gar nicht genau, wie und wo ich anfangen soll. Eigentlich sagt die Überschrift ja schon alles. 🙂 Aber was ist denn überhaupt das utopvial? Es handelt sich um einen fünftägen Mitmachkongress – geldfrei, vegan, ökologisch, solidarisch – der vom 3.-7.8. auf dem FindHof bei Köln stattfinden wird. 100 Menschen kommen dort zusammen, tauschen sich aus, vernetzen sich, versuchen Antworten auf die Frage zu finden „Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Gesellschaft von morgen vor?“, planen Projekte und versuchen gemeinsam Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Genau das Richtige für mich. 😉

Die 100 Plätze fürs utopival wurden verlost unter knapp 400 Anmeldungen. Und ich bin mit dabei! 🙂 Ich spüre, dass mir damit ein besonderes Geschenk zu teil wird. Deswegen möchte ich meine Erfahrungen und Erlebnisse, die ich dort machen werde, auch nicht für mich alleine behalten, sondern unter anderem auch diesen Blog nutzen, um davon zu berichten. Ich bin schon sehr gespannt und vorfreudig, besonders auf die Begegnungen mit den anderen Teilnehmer*innen, den Austausch, das gemeinsame Leben auf dem utopival, die Dinge, die dort entstehen werden und auf all das, was ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen kann.

Im Alltag merke ich, dass es noch vieles gibt, was mich hemmt so zu leben, wie ich eigentlich leben möchte, tatsächlich die Veränderung zu sein, die ich in der Welt sehen möchte. Aber Schritt für Schritt komme ich dem Ganzen näher. 🙂

Das also als kleine Ankündigung, mehr dazu kommt dann in ein paar Wochen.

Alles Liebe! 💚

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