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Mina grün

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Bärlauch

Wildkräuter fermentieren: Bärlauch

Ende März habe ich ein großes Glas voll mit Bärlauch zum Fermentieren angesetzt und nun nach gut zwei Wochen war es Zeit für einen ersten Geschmackstest. Ja, ich kann sagen: Der Aufwand hat sich gelohnt! 😊 Wie lässt sich der Geschmack beschreiben? Würzig, lauchig, ein bisschen Schärfe ist auch noch drin, säuerlich, … eine nette Beilage oder Beigabe für alle möglichen Gerichte. Mal sehen, wie lange ich nun von meinem fermentierten Bärlauch zehren kann. 😀

Es gibt ein paar Dinge, die ich beim nächsten Mal anders machen würde (weiter unten mehr dazu), aber grundsätzlich bin ich begeistert vom Ergebnis und habe große Lust mich an weiteren Wildkräuter-Fermentationen zu versuchen! Brennessel? Giersch? …? 🌱

Ich möchte hier kurz auf meine anderen Fermentationsanleitungen verweisen, da das Grundprinzip jeweils gleich ist und ich an anderer Stelle tiefer ins Detail gegangen bin: Möhren milchsauer einlegen, Chinakohl milchsauer einlegen und Sauerkraut einfach selbst machen.


 

Bärlauch fermentieren

Zutatenmenge für ein großes Glas mit 1l-Fassungsvermögen:

etwa 900g frisch gepflückte Bärlauch-Blätter
3 TL unraffiniertes Salz (Himalaya-Salz oder Meersalz)


1.
– Den Bärlauch säubern, aber NICHT WASCHEN! Sondern die einzelnen Blätter ausschütteln und gegebenenfalls ein bisschen (trocken) abputzen. Dann in grobe (oder auch feine) Streifen schneiden.

2. – In eine Schüssel geben, Salz dazu und ordentlich mit den Händen durchkneten, sodass die Blätter weich werden und Saft austritt. Es ist sehr erstaunlich, wie krass das Volumen dadurch schrumpft. Ich konnte am Anfang nicht gut einschätzen, wie viel Bärlauch ich benötigen würde und habe dann portionsweise immer mehr dazu genommen.

3. – Lässt man das Ganze noch eine Weile stehen, tritt von alleine noch mehr Flüssigkeit aus.

4. – Dann den weichgekneteten Bärlauch in das vorbereitete (ohne Seife, heiß ausgewaschene) Glas füllen: Fest hinein drücken! Etwa 2-3cm unter dem Deckel frei lassen. Ich habe das Ganze dann vor dem Verschließen noch mit einem flachen Stein beschwert. Aber wenn man Bügelverschluss-Gläser verwendet sollte es auch einfach so funktionieren.

5. – Das Glas verschließen und für gut zwei Wochen an einen dunklen Ort stellen und bei Zimmertemperatur (18-20°C) fermentieren lassen.

6. – Nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern. Das Ganze sollte sich ziemlich lange halten. Ich nehme allerdings an, dass sich der Geschmack über die Zeit noch etwas verändert, der Bärlauch nach und nach immer säuerlicher wird.

Hier ein paar Bilder…

Was ich für zukünfte Experimente dieser Art gelernt habe:

  • Der zeitliche Aufwand darf nicht unterschätzt werden! Da der Bärlauch durch das Kneten immens an Volumen verliert, muss eine enorme Menge an Blättern verarbeitet werden. Es braucht viel Zeit, die Blätter zu säubern (wenn man es ordentlich macht), zu schnippeln und zu kneten… Daher werde ich beim nächsten Mal wohl eher eine kleinere Menge verarbeiten.
  • Hände waschen hilft nur bedingt, der Bärlauchduft hält sich noch tagelang… 😀
  • Das Glas nicht zu voll füllen, besser etwas mehr Platz lassen! Bärlauch gärt ziemlich stark. Bei mir ist während des Fermentationsprozesses viel Flüssigkeit aus dem Glas ausgetreten. Ist zwar nicht schlimm, aber eine kleine Sauerei… 😉 In jedem Fall kann ich nur empfehlen einen Teller (oder ähnliches) unter das Glas stellen.

Ich hoffe ich kann mit diesem Artikel den ein oder anderen Menschen dazu inspieren, ähnliche Experimente zu unternehmen! 🙂

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Bärlauch-Aufstrich mit gekeimten Sonnenblumenkernen

Nach wie vor ist Bärlauch-Zeit! 😃 Gestern habe ich mich an einem ölfreien und rohköstlichen Aufstrich versucht, den ich gern hier vorstellen möchte, weil er so gut gelungen ist.

Ganz genaue Zutatenmengen kann ich nicht geben… 😉 aber so ungefähr:

Etwa eine handvoll frische Bärlauchblätter

Zwei Tassen gekeimte Sonnenblumenkerne (→ Eine Tasse Sonnenblumenkerne über Nacht einweichen und anschließend zwei Tage lang keimen lassen, zweimal täglich spülen. Ergibt dann vom Volumen am Ende etwa das Doppelte. WICHTIG: Die Häutchen lösen sich durch das Einweichen und sollten abgeschöpft werden!)

2-3 EL geschälte Hanfsamen (können auch weggelassen werden, aber verleihen dem Aufstrich mehr Cremigkeit)

Saft einer halben Zitrone

etwas Wasser (nach und nach dazugeben, damit der Aufstrich nicht zu flüssig wird!)

Meersalz (Menge je nach Geschmack)

→ Alles schön fein pürieren und in ein schönes Gefäß abfüllen. 🙂

Die Oberfläche des Aufstrichs oxidiert sehr schnell (wird dunkel), ändert aber nichts am Geschmack. Er sollte jedoch zügig, also innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden.

 

Mein Bärlauch-Fermentations-Experiment (hatte ich im letzten Artikel angekündigt) läuft übrigens auch noch… Ein paar Tage werde ich das Glas noch geschlossen halten, aber es sieht schon vielversprechend aus! ☺ Ich werde berichten.

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Bärlauch-Beute

Über die letzten Monate habe ich meinen Blog etwas schlafen gelassen… Doch nun ist der Frühling gekommen und ich möchte mal wieder von mir hören lassen! 🙂 Gestern haben wir spontan einen kleinen Ausflug in den Wald unternommen, um Bärlauch zu sammeln. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür! Auf der mundraub-Map sind Fundorte eingetragen, vielleicht gibt es ja auch bei dir in der Nähe ein Bärlauch-Paradies? 🙂

Am besten ist es natürlich den Bärlauch frisch zu verwenden, aber wie lässt er sich schonend und zuverlässig haltbarmachen, um noch über das Jahr verteilt davon zehren zu können?

Ich bin ja allgemein sehr begeistert davon Gemüse milchsauer einzulegen und werde mich daher auch am Bärlauch versuchen. Mit fermentierten Wildkräutern bin ich auf meiner letzten Finnlandreise erstmals in Berührung gekommen und fand es da schon sehr spannend. Nun werde ich mal einen eigenen Versuch wagen! Auf Basis meiner bisherigen Fermentations-Erfahrungen und hier habe ich auch noch einen hilfreichen Artikel gefunden. Mal schauen wie es gelingt. Ein Bericht über meine Ergebnisse kommt dann wohl in den nächsten Wochen… 🙂

Was lässt sich ansonsten gut mit Bärlauch anfangen?

Er eignet sich hervorragend als Knoblauchersatz in Aufstrichen (zum Beispiel „grünes Hummus“), Dips und zur Herstellung von Pesto. Auch das Einfrieren oder Trocknen von Bärlauch soll gut möglich sein.

 

 

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