Wie ihr in meinem letzten Artikel erfahren konntet, habe ich kürzlich eine große Menge köstlicher Früchte aus dem Müll gerettet. Darunter auch drei Papayas, eine Obstsorte, die ich mir normalerweise nicht kaufen würde (zu teuer und kommt von zu weit her). Ich habe Papayas überhaupt auch erst durchs Containern kennengelernt und freue mich nun immer, wenn ich mal wieder ein paar dieser Früchte erbeute. 🙂 Nicht nur das Fruchtfleisch verdient Aufmerksamkeit, sondern auch die Kerne sind etwas ganz Besonderes, das nicht weggeschmissen werden sollte! Nur mal so nebenbei: Ich habe gerade ein bisschen recherchiert und bin auf einen Shop gestoßen, der ein Tütchen mit 50g getrockneten Papayakernen für sage und schreibe 43,50€ verkauft! 😮

Das Geld lässt sich ganz einfach sparen… weiter unten mehr dazu! Aber was ist das Besondere an Papayakernen und was lässt sich überhaupt mit ihnen anfangen? Den Papayakernen werden verschiedene gesundheitsförderne Wirkungen nachgesagt: So helfen sie angeblich allgemein bei der Verdauung, reinigen den Darm und bekämpfen sogar Würmer und Parasiten im Verdauungstrakt. Außerdem wurden und werden sie teilweise als Verhütungsmittel beim Mann eingesetzt. Nähere Informationen zur Wirkung der Papayakerne lassen sich leicht anhand der entsprechenden Stichwörter mit Hilfe jeder Suchmaschine finden. 🙂

Papayakerne schmecken leicht pfeffrig und lassen sich in getrockneter Form gut aufbewahren. Ich fülle sie (gemischt mit Pfefferkörnern) in meine Pfeffermühle und benutze sie einfach zum Würzen. Da sie milder schmecken als Pfefferkörner, kann man auch ganze Papayakerne einfach so kauen oder zum Beispiel über Salate (oder andere Gerichte) streuen.

Papayakerne selbst trocknen:

Mit einem Löffel die Kerne aus der Frucht entfernen und am besten in einen Messbecher oder eine Schüssel geben, um restliches Fruchtfleisch mit Wasser abzuspülen. In einem Sieb abtropfen lassen und dann auf einen Teller, ein Backblech oder ähnliches geben. Im Sommer kann man die Papayakerne einfach in der Sonne trocknen lassen (bei mir hat es dann ungefähr einen Tag gedauert, bei ziemlich starker Sonneneinstrahlung). Im Winter geht es vielleicht auch auf der Heizung oder auf dem Kamin (je nach dem, was man für Möglichkeiten hat 😉 ). Aber in jedem Fall problemlos im Dörrgerät, sofern man eines besitzt, oder einfach im Ofen (bei 50°C und einen Spalt geöffnet, wenn es Rohkostqualität sein soll oder bei höherer Temperatur, dann geht es natürlich schneller). Hier ein paar Fotos, die ich im Laufe des Trocknungsprozesses aufgenommen habe:

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