Heute habe ich das erste (und bestimmt nicht das letzte) Mal an einem ganz besonderen Waldspaziergang teilgenommen… Jeden Monat – und das nun schon seit Mai 2015 – führt der Waldpädagoge Michael Zobel eine mal größere mal kleinere Gruppe von Menschen (und Tieren) durch den von Rodung bedrohten und gezeichneten Hambacher Forst im RWE-Braunkohleabbaugebiet im Rheinland. Rund 230 Menschen, jung und alt bunt gemischt, waren heute dabei und haben friedlich ihre Solidarität mit den im Wald lebenden Pflanzen, Tieren und Menschen bekundet. Wir haben einiges über die Geschichte des Hambacher Forsts erfahren und seine einzigartige ökologische Bedeutung als jahrhundertealter Stieleichen-Hainbuchen-Maiglöckchen-Wald. Wir sind Waldbesetzer*innen begegnet, haben ein paar ihrer Geschichten gehört und die in den Wipfeln thronenden Baumhäuser bestaunt. Seit vier Jahren gibt es im Hambacher Forst ständig Waldbesetzungen durch Aktivist*innen, um ihn vor den Rodungsarbeiten zu schützen, die den Wald Jahr um Jahr weiter zerstören. Es war erschütternd, das Ausmaß der Verwüstung zu sehen. Nicht mehr weit entfernt liegt die Abbaukante, dahinter ein großes, ödes Loch mit den riesigen Baggern. Aber gleichzeitig war es faszinierend zu entdecken, mit wie viel Liebe die Behausungen auf der Wiesenbesetzung und in den Baumkronen gestaltet sind und zu bemerken, dass der Widerstand gegen das umweltzerstörerische Vorgehen von RWE lebt und stark ist. 🙂

DANKE 💚

 

 

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