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Mina grün

auf meinem Veg nach Utopia

Schlagwort

ökologisch

utopival 2015

Hey, hallo, wie geht’s, wie steht’s? Schön, dich hier zu sehen!
Wollen wir gemeinsam einfach mal spazieren gehen?
Hast du Lust, dann treten wir gemeinsam in Aktion!
Komm‘ wir bauen uns eine Welt nach unserer Vision!

(Ein Lied, das wir allmorgendlich gemeinsam gesungen haben.)

💚

Vor einer Woche, also kurz vor der Anreise zum utopival, bin ich noch fast geplatzt vor lauter Vorfreude und jetzt ist schon alles wieder vorbei und ich bin seit ein paar Tagen zurück in meinem Alltag. Aber es ist nicht alles wie vorher. Die Begegnungen, der Austausch, das Leben auf dem utopival haben mich angestoßen, berührt, inspiriert, mir mal wieder gezeigt, dass eine andere Welt möglich ist, zum Greifen nahe und, dass jede und jeder einzelne einen Beitrag dazu leisten kann.

Ich möchte meine Erfahrung gerne teilen. Aber es passt gar nicht alles in einen einzigen Artikel, deswegen wird das hier nur ein Anfang sein. Hier möchte ich erstmal einen Überblick geben, anhand der vier Grundsätze  – geldfrei, vegan, ökologisch, solidarisch – auf denen alle Projekte von livingutopia, zu denen auch das utopvial gehört, basieren. Ich habe nur wenige Fotos gemacht mit denen ich diesen Artikel etwas bebildern werde. Aber da das utopival ausführlich filmisch dokumentiert wurde, gibt es demnächst noch an anderer Stelle ganz viel Material dazu.

GELDFREI. Zunächst scheint es unglaublich, dass so eine große Veranstaltung, ihre Planung und Durchführung, völlig ohne Geld auskommen kann. Aber gerade diese Komponente zeigt, dass ein anderes Miteinander und Wirtschaften möglich ist! In unserer Gesellschaft werden wir vom Überfluss geradezu erschlagen. Es ist möglich dieser Verschwendung Einhalt zu gebieten, Verantwortung zu übernehmen und vorhandene Ressourcen zu nutzen.
In einem Kurzvortrag am Donnerstagabend ist Tobi (von livingutopia), der seit mehreren Jahren geldfrei lebt, auf den Punkt der Geldfreiheit auch nochmal etwas näher eingegangen. Er hat betont, dass die geldfreie Organisation des utopivals (und anderer Projekte von livingutopia) auf Vertrauen basiert und eine andere Art der Wertschätzung fördert. Es geht darum, dass Mitmachräume für gesellschaftlichen Wandel entstehen, die gemeinsam gestaltet werden und in welche jede und jeder seine Talente einbringen kann.
Die ganzen Lebensmittel, die wir in den fünf Tagen verzehrt haben, kamen alle entweder aus Spenden oder waren vor (teilweise auch aus) der Tonne gerettet worden. Genauso war es mit all den anderen Materialen, die benötigt wurden (z.B. Paletten für die Kompostklos, Klopapier, Seife, Putzmittel und Spüli, Papier, Schreibzeug, …) und natürlich wurden weder Teilnehmerbeiträge erhoben, noch Vortragende mit Geld entlohnt. Erwähnenswert finde ich die wunderschönen Notizhefte von PapierPilz, die aus Altpapier hergestellt wurden und ein großer Dank gilt außerdem den Menschen vom FindHof, die dem utopival einen wundervollen Austragungsort zur Verfügung gestellt haben!

VEGAN. Da ich mich sowieso frei von tierischen Produkte ernähre, hat es sich für mich als ganz selbstverständlich angefühlt, dass wir auf dem utopival mit rein pflanzlichen Lebensmitteln versorgt wurden. Es war auch einfach angenehm, nicht ständig fragen zu müssen, was denn in dem Essen alles drin ist. 😀 Und dann haben wir außerdem noch so unglaublich gut gegessen! Es war sehr abwechslungsreich und stets köstlich! Besonders gefreut hat mich, dass jede Mahlzeit auch einen Rohkostanteil beinhaltete, ob frischer Obstsalat zum Frühstück oder bunter Wildkräuter-Gemüse-Salat zum Mittag-/Abendessen. Erstaunlich, was alles zusammen kommt, wenn nicht gezielt eingekauft wird, sondern die Verpflegung auf geretteten und gespendeten Lebensmitteln basiert! Wir hatten dosenweise „Dunstäpfel“, nahezu literweise Kokoswasser, kistenweise „Thai Koriander Frischcreme“, kiloweise Kübriskerne und palettenweise Fleisch- und Käseersatzprodukte, um nur ein paar der außergewöhnlicheren Sachen zu nennen. 😉

ÖKOLOGISCH. Im Einklang mit der Natur, vorhandene Ressourcen nutzen und erhalten, keinen Schaden anrichten. Das fällt mir hier spontan zum Thema „ökologisch“ ein. Dieser Grundsatz äußerte sich beispielsweise darin, dass wir gerettete Lebensmittel verspeist haben, dass wir statt zu duschen einfach in den Bach gesprungen sind und dass wir unsere wertvollen Exkremente in Kompostklos zurückgelassen haben. 😉 Außerdem gab es einen kleinen Permakultur-Acker auf dem Gelände des FindHofs zu bestaunen, den das utopival-Orgateam einige Monate zuvor angelegt hatte.

SOLIDARISCH. Direkt kurz nach der Ankunft wurden die ersten Menschenketten gebildet, um Gegenstände zu transportieren. Wenn irgendwo Hilfe benötigt wurde, haben sich schnell ein paar helfende Hände gefunden. Es wurde gemeinsam geschnippelt und gekocht. Und in vielen anderen Momenten konnten wir erleben, wie sich Gemeinschaft anfühlt. Jede und jeder war willkommen, einander auf Augenhöhe begegnen, offen und ohne zu urteilen, voller Liebe. So viele besondere Augenblicke. Gemeinsam innehalten einerseits und gemeinsam agieren andererseits.

Für heute soll es an dieser Stelle genug sein. Bald folgt mehr.
Alles Liebe. 🙂

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Vorfreude aufs utopival

Ich weiß gar nicht genau, wie und wo ich anfangen soll. Eigentlich sagt die Überschrift ja schon alles. 🙂 Aber was ist denn überhaupt das utopvial? Es handelt sich um einen fünftägen Mitmachkongress – geldfrei, vegan, ökologisch, solidarisch – der vom 3.-7.8. auf dem FindHof bei Köln stattfinden wird. 100 Menschen kommen dort zusammen, tauschen sich aus, vernetzen sich, versuchen Antworten auf die Frage zu finden „Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Gesellschaft von morgen vor?“, planen Projekte und versuchen gemeinsam Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Genau das Richtige für mich. 😉

Die 100 Plätze fürs utopival wurden verlost unter knapp 400 Anmeldungen. Und ich bin mit dabei! 🙂 Ich spüre, dass mir damit ein besonderes Geschenk zu teil wird. Deswegen möchte ich meine Erfahrungen und Erlebnisse, die ich dort machen werde, auch nicht für mich alleine behalten, sondern unter anderem auch diesen Blog nutzen, um davon zu berichten. Ich bin schon sehr gespannt und vorfreudig, besonders auf die Begegnungen mit den anderen Teilnehmer*innen, den Austausch, das gemeinsame Leben auf dem utopival, die Dinge, die dort entstehen werden und auf all das, was ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen kann.

Im Alltag merke ich, dass es noch vieles gibt, was mich hemmt so zu leben, wie ich eigentlich leben möchte, tatsächlich die Veränderung zu sein, die ich in der Welt sehen möchte. Aber Schritt für Schritt komme ich dem Ganzen näher. 🙂

Das also als kleine Ankündigung, mehr dazu kommt dann in ein paar Wochen.

Alles Liebe! 💚

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